Finanziell selbstständig

Die Situation kommt im Leben jeder Eltern einmal, ähnlich wie der erste Partner des Nachwuchses: die Kontoeröffnung.
Man will dem Kind nicht zu viel Spielraum und Verantwortung übertragen, um es vor undurchdachten Ausgaben oder anderen Verpflichtungen zu schützen, andererseits will man es aber langsam in die Finanzwelt und das Erwachsenenleben einführen, damit sie nicht in baldiger Zukunft ins kalte Wasser springen müssen.
Kostenloses Girokonto“ oder „Gratis Jugendkonto“ werden einem da an jeder Ecke, zumindest an jeder, an der es eine Bank gibt, angepriesen. Sie sind auch tatsächlich die bestgeeignetste Form, will man den Kindern einen verantwortungsbewussten Umgang mit Geld und der Verwaltung desselbigen beibringen.
Die Konditionen sind meist günstig, natürlich ohne großer Zinsen, zudem kann man den Rahmen, den das Kind täglich oder wöchentlich zur Verfügung haben soll, relativ frei wählen und man kann auch entscheiden, ob man eine gelegentliche Kontoüberziehung toleriert.

Ein anderer guter Weg in diese Richtung wäre auch ein Tagesgeldkonto eröffnen, da das darauf vorhandene Geld auch äußerst schnell verfügbar und das Konto damit für kleinere Beträge sehr gut geeignet ist. Der einzige Nachteil, je nachdem wie viel man dem Nachwuchs zutraut vielleicht aber auch Vorteil, ist, dass man keine Überweisungen auf Fremdkonten tätigen kann, was doch eine erhebliche Einschränkung ist.

Für manche mag das zusätzlich Versicherung bieten, dass die Nachfahren nicht wild Bestellungen an alle möglichen Unternehmen absondern, anderen wird es aber eine zu große Limitation sein. Denn Überweisungen und den Umgang damit zu erlernen sowie Übersicht über alle getätigten Transaktionen zu behalten, ist eben ein ganz wesentlicher Punkt, will man die Kinder auf Geldhandhabung im „echten“ Leben vorbereiten.
Natürlich ist das erst einmal ein großer Schritt und verlangt auch jede Menge Vertrauen in die Einsichts- und Urteilsfähigkeit des Nachwuchses, doch gehört auch dieser einmal getan. Nur so kann man das Kind gerecht, aber gezielt in die „Erwachsenenlebensführung“ instruieren.